Beim Vogelschießen am Sonntag weitere „Erstmaligkeit“ bei Kohvedel

„Bei Kohvedel wirst Du immer nass.“ Dieses geflügelte Wort machte am Sonntag wieder die Runde. Bedeutet der Spruch doch einfach nur, dass es beim Schützenfest der Kohvedeler entweder wie aus Eimern schüttet, oder das die Temperaturen so heftig sind, dass einem der Schweiß rinnt. So war es an diesem Sonntag. Bei hochsommerlichen Temperaturen war das Abholen der Majestäten, das Antreten auf dem Marktplatz und der Marsch zum Festzelt schon eine Herausforderung. Gut, dass für die Marschgesellschaft sowohl beim König als auch auf dem Marktplatz Erfrischungen bereit standen.

König Thomas Elsbecker dirigiert den Spielmannszug Wulfen

Die jungen Fahnenschläger zeigten auf dem Marktplatz ihr Können beim Fahnenschlag und Kommandeur Hermi Fauler begrüßte als Vertretung für Björn Strietholt die zahlreichen Zuschauer auf dem Marktplatz. Dabei richtete er einen besonderen Gruß an die Kaiserin aus Dülmen, Marion Laermann, die sich das Antreten nicht entgehen ließ. Sichtlich überrascht war Conny Suttrup, die beim Antreten für 25 Jahre Unterstützung der Altschützen besonders geehrt wurde.

Zahlreiche junge Schützen präsentieren den Fahnenschlag auf dem Markt.

Der Thron steht bereit, um den Vorbeimarsch abzunehmen.

Auf dem Festplatz angekommen, ging es mit dem Schießen der Jungschützen unmittelbar um die erste Königswürde. Im Zelt begann die Verlosung, die einen großen Zuspruch erfuhr und so waren die Lose innerhalb kurzer Zeit ausverkauft. Die Nieten konnten die Kinder gegen Süßigkeiten eintauschen. Kaffee und Kuchen für die Großen sowie Hüpfburg, Schminken und Spiele für die Kleinen sorgten für Kurzweil.

Die Lose waren sehr schnell vergriffen.

Süßigketien gegen Nieten: Das freut die Kids und hält den Platz sauber

Die Gewinnerin des Hauptpreises. Ein nagelneues Rad mit 21 Gang Schaltung.

Währenddessen wurde es an der Vogelstange spannend. Von zunächst rd. 70 Anwärtern blieb am Ende Michaela Lücke übrig, die den Vogel Stück für Stück zerlegte und um 16.40 Uhr mit dem 140. Schuss aus dem Kasten holte. Zu diesem Zeitpunkt war Michaela Lücke die umjubelte Jungschützenkönigin der Kohvedeler und Niels Winkler ihr Prinzgemahl.

Beim anschließenden Schießen der Altschützen lichteten sich die Reihen der ernsthaften Anwärter auch immer weiter und zum Erstaunen der zahlreichen Gäste, blieb eine Schützin immer weiter am Ball, bzw. Gewehr. Michaela Lücke schoß auch beim Seniorenvogel kräftig mit und blieb sogar als letzte Bewerberin übrig, so dass sie auch hier die Aufgabe hatte, den Vogel zu zerkleinern. Um 17.38 Uhr und mit dem 139. Schuss gelang ihr dies unter dem Jubel der Zuschauer. Einer der ersten Gratulanten war der Vorsitzende Volker Dieminger, der sich mächtig stolz auf Michaela zeigte. „Das was Du heute gemacht hast, verdient unseren größten Respekt und unsere Anerkennung. Was wir als Vorstand dafür tun können, damit es für Dich und deinen Thron ein tolles Jahr wird, werden wir tun.“ versprach er während der Proklamation am Sonntag Abend, die musikalisch von der Stadtkapelle und dem Spielmannszug Wulfen begleitet wurde.

Königin der Kohvedeler. Michaela Lücke vereinigt beide Königshäuser und regiert allein.

Sichtlich gerührt musste Thomas Elsbecker Abschied nehmen von seiner Königswürde, seiner Königin sowie seinem gesamten Thron. Aber niemand wird sich aus den Augen verlieren, da alle Thronmitglieder gemeinsam im Verlosungsteam aktiv sind. Der Jungschützenkönig und seine Königin nebst Thron dankte ebenfalls ab, auch wenn es in 2017 keinen „eigentlichen Jungschützenkönig“ gibt. Beide Königshäuser sind vereint und werden allein regiert von Königin Michaela Lücke und ihrem Prinz Niels Winkler. Die Ehrenpaare Sarah und Mirko Heeringa, Annika und Jonas Winkler sowie das Mundschenkpaar Sabrina Mensmann und Dominik Schieve komplettieren das Königshaus. Beim abendlichen Festball wurde im Kreis von Freunden, Bekannten, Nachbarn und Verwandten kräftig gefeiert.

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Festzelt platzt aus allen Nähten

Schon früh am Abend war das Zelt gut gefüllt.

Beim Festball am Samstag abend platzte das Festzelt am düb aus allen Nähten. Zahlreiche Gäste der Schützenkönige Thomas Elsbecker sen. und jun. waren erschienen, um mit den scheidenden Majestäten ein zünftiges Fest zu feiern. Bereits früh füllte sich das Zelt und der Tanzboden. Für die gute Stimmung durch schwungvolle Hits sorgte Modus, die in einer starken Besetzung eine super Atmosphäre ins Zelt zauberten.

Gaben richtig Gas: MODUS

König Thomas Elsbecker sen. und Thomas Elsbecker jun. hatten sich zu späterer Stunde noch eine lustige Einlage für die Gäste einfallen lassen und traten als „Klaus und Klaus auf kurzen Beinen auf.“

Bereitet die Gäste mit launigen Worten auf den Auftritt vor. Thomas Elsbecker sen.

 

Thomas und Thomas….ach nein….Klaus und Klaus sorgten für gute Stimmung

Luftgitarrenklänge klangen anschließend durch das Zelt, als Vater und Sohn König in ein Battle mit den Offizieren Markus Becker und Maurice Gröger stiegen.

Vater und Sohn auf der Bühne….

Die Offiziere auf der Box

Bis in die frühen Morgenstunden wurde ausgelassen, aber fröhlich und harmonisch gefeiert, so dass auch der Ordnerdienst einen entspannten Abend genießen konnte.

Super Stimmung beim Damenkaffee

Gut 200 Damen genossen am Freitag im Festzelt der Kohvedeler einen Festauftakt nach Maß. Bei leckerem Kaffee und zahlreichen Köstlichkeiten der Bäckerei Böckmann nutzten die Kohvedeler Damen den Nachmittag für Gespräche und ließen sich von den Jungschützen und Offizieren verwöhnen. Neben Kuchen, Schoko-Backwaren und Schnittchen gab es bei den sommerlichen Temperaturen natürlich auch wieder kalte Getränke für die Damen, die von den Ordonanzen serviert wurden.

Von Jahr zu Jahr nehmen mehr Damen an dem Damenkaffee teil.

Heiß wurde es den Gästen dann allerdings bei dem schwungvollen Auftritt von „Tante Gertrud“, die „frei und willig“ von ihrer Suche nach dem männlichen Traumprinzen berichtete und ebenso freimütig pikante Details aus ihrem Zusammenleben mit ihrem Theo bekannt gab.

Tante Gertrud aus Limburg brachte Stimmung ins Zelt

Die Verwandlung der „Tante Gertrud“ in verschiedene Schlagerstars beeindruckte die Gäste besonders und so zauberte Tante Gertrud Stimmung und Fröhlichkeit ins Festzelt. Als sie sich dann zu den Klängen von „Ich will nen Cowboy als Mann“ unseren Vorsitzenden als „reitbares Etwas“ unterschnallte, erntete sie Begeisterungsstürme der Damen. Nach knapp einer Stunde Programm wurde sie mit großem Applaus verabschiedet.

Volker Dieminger wurde von Tante Gertrud kurzerhand zum wilden Pferd umfunktioniert.

Königin Diana Stein ehrte für 25 jährige Mitgliedschaft im Verein Cornelia Suttrup und Vanessa Jasper. Die völlig überraschte Steffi Becks erhielt den Orden für besondere Verdienste.

Wurden besonders geehrt. Vanessa Jasper, Steffi Becks und Cornelia Suttrup (von links)

Bernadette Wewerink und Ulrike Dähling hatten erneut eine wunderbare Tombola vorbereitet. Unsere Königinnen Marleen Letzner und Diana Stein zogen abwechselnd die Gewinnlose. Die Jungschützen überbrachten den Gewinnerinnen dann die Preise, so dass auch hier der Service für unsere Frauen groß geschrieben wurde.

Tolle Preise dank Bernadette Wewerink und Ulrike Dähling

Mit „großem Bahnhof“ und einem Klatschmarsch wurden zu späterer Stunde die Kinder ins Zelt gebracht. Der Schützenverein Kohvedel bietet für die Mütter die Möglichkeit, ihre Kinder während des Damenkaffees im Kinderhaus am Luchtbach durch die dortigen Erzieherinnen betreuen zu lassen.

Der Einmarsch der Kinder zum Thron

Gegen Abend werden dann die Kinder von den Jungschützen dort abgeholt und ins Zelt zurückbegleitet. Dort angekommen gibt es erst einmal eine kleine Erfrischung vom König, bevor die Kids dann mit ihren Müttern weiter am Fest teilnehmen. Diese Betreuung ist Teil der Kooperation zwischen dem Schützenverein und dem Familienzentrum und trägt dazu bei, dass die Damen entspannt feiern können, da sie ihre Kinder in besten Händen wissen.

Vom König und von der Königin gab es eine kleine Erfrischung. In ein paar Jahren sehen wir euch dann als Jungschützinnen und Jungschützen im Festzelt wieder.

Nach Beendigung des offiziellen Teils ging es nahtlos über in den Festauftakt für alle, bei dem sich nicht nur die Jungschützinnen und Jungschützen, sondern – sehr zur Freude der Verantwortlichen – auch immer mehr Gäste beteiligen. „Insgesamt spürte man den ganzen Tag bereits eine besondere, eine fröhliche und entspannte Atmosphäre und diese Atmosphäre setzte sich auch beim Festauftakt für alle so fort“. resümierte der Vorsitzende zufrieden am Ende des ersten Tages.

Die Bilder der Kinder von der Vogeltaufe sind im Festzelt ausgehängt.

Die süßeste Truppe seit es Kindertüten gibt

Das selbst ernannte „Kohvedeler Haribo-Lollyteam“ hatte alle Hände voll zu tun, um rd. 3.000 Süßigkeiten in ca. 180 Kindertüten zu verpacken. Nachdem das „Süße Team“ kräftig eingekauft hatte, stand nunmehr die Vorbereitung der einzelnen Tüten für das Schützenfest an.

Die süßeste Truppe, seit es Kindertüten gibt. Das Kohvedeler Haribo-Lollyteam.

Neben den Kindertüten für die Kinder der Mitglieder des Vereins wurden auch Tüten für die Kinder gefertigt, die bei der Vogeltaufe aktiv waren. Dort hatten König Thomas Elsbecker und seine Königin Diana Stein sogenannte „Kinderkarten“ verteilt, mit denen sich die Kinder am Sonntag im Festzelt ihre Süßigkeit abholen können.

Da schlägt das Herz jeder Naschkatze höher

Ebenso wurden Süßigkeiten als Trostpreise für die Tombola bereitgestellt, denn jede „Niete“ bei der Verlosung am Sonntag Nachmittag kann gegen eine kleine Süßigkeit am Stand von Willi Melles eingetauscht werden. „Damit bekommen selbst die Nieten einen hohen Nachfragewert und die Kinder macht es glücklich“, sind sich alle einig. Und ganz nebenbei kann damit auch der Festplatz von Losresten frei gehalten werden.

Arbeit und Vergnügen. Bei der Truppe sind das keine Gegensätze

Das „Süße Team“ hat seit Jahren viel Spaß an der Aktion und der Vorstand ist dankbar, dass diese Aufgabe mit so viel Liebe und Hingabe durch die Truppe übernommen wird.

 

Rosen für das Festzelt sind vorbereitet

Am Samstag trafen sich die Jungschützen bei Königin Marleen Letzner, um die Rosen für das Schützenfest vorzubereiten, die letzten Absprachen zu treffen und natürlich um in gemütlicher Runde schon einmal etwas Schützenfestatmosphäre zu genießen.

Petrus hatte ein Einsehen und schloss die Schleusen.

Ebenso wurde ein neuer „Schlachtruf“ der Jungschützinnen und Jungschützen entwickelt, den Königin Marleen Letzner gemeinsam mit den Jungschützinnen den anwesenden Gästen in einer Premiere vorstellte. Und ohne zuviel zu verraten: „Es wird in diesem Jahr ein sehr klingender Ruf.“

Nutzten den Wendehammer als Kreativraum…die Jungschützinnen um Königin Marleen Letzner.

Zum Glück spielte am Abend das Wetter mit und so konnten sich die Jungschützen zunächst am Grill von Königinnenvater Michael Letzner stärken, bevor es dann an die Arbeit ging. Auch dabei kam die Gemütlichkeit und die gute Laune nicht zu kurz.

Wenige Tage bleiben ihm nur noch als Regent: Jungschützenkönig Thomas Elsbecker jun.