Zelt platzt beim Festball am Samstag förmlich aus den Nähten

Die Throndamen an der Kirche

Die Herren der Königshäuser

Nach dem gemeinsamen Gottesdienst wurden die beiden Königshäuser um Jungschützenkönig Philipp Schieve und Jungschützenkönigin Lea Dieminger, sowie das Seniorenkönigspaar Marlies und Volker Dieminger mit ihren Ehrenpaaren von zahlreichen Schützinnen und Schützen zum gemeinsamen Marsch zum Festzelt am düb abgeholt. Jungschützenkönigin Lea Dieminger hatte sich dabei für ihren Vater etwas besonderes ausgedacht und organisiert: „Es war immer Vaters Wunsch, dass die Fahnenschläger, die damals als Vater in den Verein eingetreten ist geschlagen haben, noch einmal die Fahne für ihn schlagen. Ich freue mich, dass es mir gelungen ist, doch noch den ein oder anderen dafür reaktivieren zu können.“ Volker genoss die Darbietung sichtlich gerührt und dankte vor allem den ehemaligen Fahnenschlägern und seiner Tochter für diese tolle Überraschung.

Eine tolle Überraschung gelang Jungschützenkönigin Lea Dieminger – Bildmitte – mit dem Fahnenschlag der ehemaligen Fahnenschläger

PAUSE

Nach einer Stärkung und dem ein oder anderen Kaltgetränk setzte sich der Lindwurm in Bewegung und fast pünktlich um 20:40 Uhr marschierten die Throngesellschaften und ihre Gäste ins Zelt ein.

Kurze Marschpause mit kleiner Stärkung vor dem Abmarsch zum Zelt.

Einmarsch

mit Spaß ins Zelt

Nach einem tollen Fahnenschlag und dem Ehrentanz ging es sofort über in die Tanzrunden, wobei von Beginn an eine tolle Stimmung im Zelt herrschte.

Die jungen Fahnenschläger begeisterten ebenfalls

Die Band Modus konnte über ein langen Zeitraum an dem Abend keine Pause machen und so wurde ein Lied nach dem anderen förmlich in die Feiergesellschaft geworfen wobei sich die Tanzfläche immer weiter füllte. „2 Stunden durchspielen ohne Pause…eine wahnsinnige  Herausforderung für unsere Sängerinnen, aber es hat einfach mega Spaß gemacht mit euch“ war Ralf Kuhmann von der Atmosphäre im Zelt begeistert.

Wahnsinns Stimmung

„Unser Zelt war recht früh gut gefüllt und es kamen immer weiter Gäste, die mit uns feiern wollten, wir haben uns riesig gefreut“, war Christian Jasper über den Verlauf des Abends sehr froh. „Unsere Freunde aus Leuste, die an dem Abend die Abendkasse besetzten und den Einlass regelten hatten zum Schluß gerade noch 3 Einlassbändchen übrig, mit so einem Andrang haben wir nicht gerechnet“, war auch Kassierer Christian Becks mehr als zufrieden mit dem Fest.

Ein zum Bersten gefülltes Zelt

Lang, ausgiebig und fröhlich feierte der alte Thron mit seinen Gästen, Freunden und Verwandten einen wunderschönen und harmonischen Festball, der auch immer wieder Überraschungen für den Thron bereithielt. Besonders gefreut hat sich König Volker (auch Mitglied im Schützenverein Leuste) über einen spontanen Besuch der Jungschützen aus Leuste, die mit ihrem „Feiermobil“ ins Festzelt kamen. „Wenn euer Mobil leer ist, fülle ich es euch gerne wieder auf“, sagte Volker spontan den Jungschützen eine Spende für Bier und Eier zu.

Und natürlich wurde gerudert

Tolle Stimmung beim Damenkaffee

Rd. 150 Damen konnte der Vorsitzende Christian Jasper am Freitag Nachmittag im Festzelt der Kohvedeler zum diesjährigen Damenkaffee begrüßen.

Konzentriert aber gleichwohl locker, Vorsitzender Christian Jasper meisterte „sein erstes Schützenfest“ als Vorsitzender mit Bravour

Die Majestäten um das Seniorenkönigspaar Volker und Marlies Dieminger, sowie den Jungschützenkönig Philipp Schieve und seine Königin Lea Dieminger hatten mit ihrem Einmarsch das Lächeln auf den Lippen und konnten einen fröhlichen und kurzweiligen Nachmittag verleben.

Gute Stimmung von Beginn an. Der Thron war gut gelaunt und in Feierlaune.

Dazu hatte sich der Vorstand einiges ausgedacht. Doch zunächst stärkten sich die Damen bei Kaffee, Kuchen, Sahne-Creme-Frucht-Spezialitäten, Schnittchen und anderen herzhaften Backwaren der Böckerei Böckmann bevor auch anschließend wieder Kaltgetränke an die Tische gebracht wurden. Dabei muss keine Dame am Buffet anstehen, seit ewigen Zeiten umsorgen die Männer die Damen und servieren alle Köstlichkeiten an den Tischen.

Ein gut gefülltes Festzelt und leckere Spezialitäten. Die Damen waren mehr als zufrieden

Immer wieder gut besucht: Der Damenkaffee der Kohvedeler.

Königin Marlies, die Ehrendamen und König Volker freuten sich über ein spezielles Geschenk der Adjutanten, das auf ihren Plätzen bereitstand.

Der König erhielt einen Porzellan-Bierkrug, die Königin nebst Ehrendamen Kaffeetassen als Erinnerung von ihren Adjutanten.

Anschließend genossen sie die Kleinkunstdarbietung von „Mia“, die den Gästen sehr platisch die bei ihr inne „Gallerie“ hängenden Bilder veranschaulichte.

Der Thron hatte eine Menge Spaß an dem Nachmittag.

Mia hatte eine klare Aussprache und deutliche Ansagen: SITZ!!!

Dies sollten die Damen quasi als „Mottivatination“ sehen, sie einmal „inne Gallerie aufn Hof“ besuchen zu kommen. Besonders das „blinde Huhn, das auch mal ein Korn findet“ alias Christian Becks kam bei den Damen gut an.

Das blinde Huhn findet auch mal ein Korn…

Bei der Beschreibung weiterer Bilder (zum Beispiel durch Dick und Dünn gehen) halfen dann die Königinnen und weitere Offiziere tatkräftig mit.

Anne geht durch Dick und Dünn

Lea war auch als Unterstützung aktiv.

Aber auch das von einigen Offizieren eingeübte Klavierkonzert in „Opus haumichweg“ löste Begeisterungsstürme aus und natürlich mussten die drei noch Zugaben geben, bevor man sie mit donnerndem Applaus von der Bühne ließ.

Kulturelles Highlight des Nachmittags: Das Klaiverkonzert in Opus haumichweg

Die Königin durfte sich von dem ordnungsgemäßen Zustand des musikalischen Zubehörs überzeugen.

Berndadette Wewerink, die in diesem Jahr für ihr silbernes Thronjubiläum geehrt wurde, hatte wieder gemeinsam mit Ulrike Dähling eine tolle Tombola auf die Beine gestellt und die glücklichen Gewinnerinnen konnten sich über zahlreiche und attraktive Preise freuen.

Bernadette Wewerink wurde durch Königin Marlies für ihr silbernes Thronjubilum geehrt

Eine attraktive Tombola wartete auf die Gewinnerinnen

Im Anschluss an den offiziellen Teil, trat die Jungschützenkompanie zur Gewehrausgabe und zur Probe des Antretens vor dem Festzelt an. Nach einem Gewaltmarsch zu Hermi Fauler, kurzer Stärkung und der ein oder anderen Korrektur, trafen die Jungschützen bald darauf wieder im Zelt ein und starteten mit dem Festauftakt für alle.

Das Üben des Antretens gehört natürlich dazu

Die von Jungschützenkönig Philipp Schieve organisierte Fotobox sorgte bereits am Freitag beim Damenkaffee für viel Spaß und kräftige Aktivitäten am Auslöser.

War schon am Freitag ein gut besuchter Bereich im Festzelt…die Fotobox.

Zelt schmücken mit vielen Helfern

Etwas unaufgeräumt. Aber das sollte sich schnell ändern

Das Zelt wurde am Donnerstag Vormittag im Regen von Albert Fimpeler und seinem Team aufgebaut. Bei den Verantwortlichen kam dabei die bange Frage auf, „ist das ein Omen für unser Schützenfest?“ Die Vorhersagen sind durchaus durchwachsen und vor allem die beiden Königsgesellschaften machen sich Sorgen um den Marsch am Samstag mit langen Kleidern bis zum Zelt. „NEIN, wir haben gutes Wetter bestellt und daher gehen wir davon aus, dass jeder trockenen Fußes ins Zelt kommt“, so der zuversichtliche 1. Vorsitzende Christian Jasper, dessen erstes Schützenfest als Vorsitzender vor ihm liegt. Konzentriert und nur wenig nervös geht er seine Aufgaben am Donnerstag beim Zelt schmücken an. „Da bist du überall gleichzeitig gefordert und am liebsten würde man sich teilen und an verschiedenen Stellen gleichzeitig sein“, erinnert sich unser Ex-Vorsitzender Volker Dieminger, der den Donnerstag Abend als amtierender König vornehmlich damit verbringt, den ein oder anderen Wacholder unters Volk zu bringen und letzte Absprachen zum Festablauf mit seinen Ehrenherren und den Verantwortlichen zu treffen.

Der Kassierer rechnet ab

Die Altschützen, Offiziere, Vorständler, Jungschützen, Damen und zahlreiche weitere Aktive bauen derweil die Schießstände und Abgrenzungen auf, hängen Wimpelketten und Lichterketten auf oder stellen frisch geschlagene Birken als Schmuck auf. Die Damen schmücken mit Hingabe den Thron, im Zelt werden Tische und Stühle für den Damenkaffee aufgebaut und ausgerichtet. Hinter der Theke versehen einige Kohvedeler gerne den Dienst am Getränkestand, während Familie Melles – wie seit vielen Jahren – für das leibliche Wohl mit Bratwürstchen und anderen Grillspezialitäten sorgt.

Unser Kassierer Christian Becks rechnet mit den Kassierern die Hauskassierung ab und muss auch so manche Rechnung begleichen (eine Tätigkeit, die nicht gerade Freudentränen in sein Gesicht zaubert). Markus Reiker spendiert den fleißigen Helfern, wie jedes Jahr eine hochvolle Sackkarre mit Bier, die beiden Königinnen Lea und Marlies Dieminger schenken mit ihren Ehrendamen selbstgemachte Liköre und Schnäpse aus und so nimmt der Abend einen ebenso erfolgreichen wie fröhlichen Verlauf.

Fleißiger Feger

„Die Helfer wissen, wofür sie verantwortlich sind und was sie tun müssen, das hat sich über die Jahre perfekt eingespielt, so das man als Verantwortlicher das Treiben entspannt verfolgen kann und sich darüber freut, dass eine Hand der anderen hilft“, ist Kommandeur Björn Strietholt voll des Lobes für die vielen Helfer. „Die Altschützen sind nicht nur  beim Feiern aktiv, man kann sich beim Aufbauen blind auf sie verlassen“, ergänzt Björn und nickt einem vorbeieilenden Helfer aufmunternd und anerkennend zu.

Nach der Arbeit darfst Du ruhen

Nachdem die Arbeit erledigt ist, stärken sich die Beteiligten dann ausgiebig am Grill- und auch am Getränkestand. Dabei darf es dann auch schon mal etwas später werden. Schließlich ist dies der noch komplett entspannte Auftakt in einen 4 tägigen Feiermarathon, der dann am Montag Nachmittag in der Vereinsgaststätte Mölleck seinen schmackhaften und traditionellen Abschluss finden wird.

Der kluge Mann baut vor und markiert sein Rad deutlich

Frisch – Frischer – Kindertüten

Wie seit unvordenklichen Zeiten traf sich das bewährte Team um Willi und Monika Melles, um auch für 2019 wieder knapp 200 Süßigkeiten-Tüten für die Kinder der Mitglieder zu packen. Mit Monika und Helmut Wensing, Renate und Heinz Schumann sowie Margret Wewerink ist ein Team zusammengewachsen, das nicht nur routiniert die Tüten packt und für eine gleichmäßige und gerechte Verteilung sorgt, sondern auch immer wieder mit neuen Dingen die heiß begehrten Tüten füllt. „Wir machen das immer erst kurz vor dem Fest, damit die Süßigkeiten frisch sind und gut schmecken“, so Helmut Wensing, der die Tüte in seiner Hand fachmännisch mit weiteren Leckereien bestückt.

Routiniert, flei0ig und mit Unterstützung durch unseren 1. Vorsitzenden Christian Jasper, das Süßigkeiten-Team

„Am Sonntag werden einem die Tüten förmlich aus den Händen gerissen“, so Monika Melles zum Ablauf des Sonntags und Renate Schumann ergänzt: „Es macht immer wieder Spaß die Tüten zu packen, wenn sie einen derartigen Zuspruch finden.“

Der Tisch biegt sich fast unter der Last des Süßen

Aber nicht nur die Süßigkeitentüten wollen gepackt werden. Auch für rd. 2000 Trostpreise für die Tombola zeichnen die Paare verantwortlich. „Es ist einfach klasse, keine Nieten mehr auf dem Festplatz zu finden, die Kinder sammeln die Nieten mit Begeisterung und tauschen die an unserem Stand gegen Süßigkeiten ein“, berichtet Willi Melles, der an den Schützenfest-Sonntagen für den Standaufbau und die Standbetreuung zuständig ist. Dabei kann er wunderbar auf die kleinen Kunden eingehen und schafft es immer wieder, mit den Kids ins Gespräch zu kommen. In diesem Jahr wurde das Team von unserem 1. Vorsitzenden Christian Jasper unterstützt, der dafür auch den ein oder anderen Tropfen verköstigen durfte. NEIN! Natürlich keine Süßigkeiten – die sind für die Kids. „Damit ein Schützenfest reibungslos abläuft und sich unsere Gäste wohlfühlen, ist viel Arbeit erforderlich. Arbeit, die teilweise im Stillen und Verborgenen erfolgt. Das Packen der Süßigkeiten ist so eine Tätigkeit und ich danke dem Team von ganzem Herzen für ihren unermüdlichen Einsatz.“ so Christian Jasper am Ende eines schönen Abends.

Ein schönes Bild und begehrte Tüten

Nachbarschaft Hanninghof bindet Kranz für Königspaar

In der Nachbarschaft unseres Königs ist es noch gelebte Tradition, dass sich die Nachbarn zusammenfinden, um bei Hochzeiten, Silber- Gold- und weiteren Ehrenhochzeiten, aber auch bei einem amtierenden Schützenkönig einen Kranz zu binden und geschmückt mit zahllosen Rosen zum Ehrentag vor der Eingangstür des Jubilars oder Königs/Königin aufzuhängen.

So traf sich die Nachbarschaft unseres Königspaares Volker und Marlies Dieminger am Wochenende um einen insgesamt 10 Meter langen Kranz aus frischem Grün zu binden, der am kommenden Samstag von den Nachbarn vor der Tür des Königspaares aufgehangen wird.

Klare Aufgabenteilung. Schneiden…

und Binden ist in den Händen der Männer…

Die Rollenverteilung ist bei dieser Traditionsveranstaltung wie seit ewigen Zeiten klar geregelt. Die Männer schneiden das Grün, legen es zu kleinen Sträußen zusammen und übergeben es an Siegfried Kind, der zusammen mit seinem Sohn Oliver geschickt und mit viel Erfahrung den Kranz auf ein Seil drapiert. Die Frauen hingegen sitzen meist in einem anderen Raum und fertigen die Rosen. Aber nicht einfach so….sondern nach alt überlieferten Skizzen. 15 cm grün und 35 cm weiß werden benötigt, um aus ein wenig Krepp-Papier eine ansprechende Rose zu zaubern.

nach klaren Regeln wird hier gewerkelt.

In der Nachbarschaft geht nichts ohne Plan.

Natürlich klappt das alles nur, wenn das Königspaar auch ausreichend für die körperliche Leistungsfähigkeit vorgesorgt hat. Neben zahlreichen Eiern, Käse und Salami (war schon immer so) sorgt auch die bei der Königin so beliebte „Bratwurstimbrötchen“ für die richtige Grundlage, damit die Arbeiten gut von der Hand gehen. Und zum Nachspülen muss natürlich auch ein klein wenig zur Verfügung stehen. „Neben dem Binden des Kranzes und der Anfertigung der Rosen, die für einen wunderschönen Eingangsbereich sorgen, ist natürlich die Geselligkeit und der Frohsinn an diesem Abend das Besondere“, freut sich Volker Dieminger über die zahlreichen Beteiligten und die lockere und fröhliche Runde. Und seine Ehefrau und Königin ergänzt: „Ich freue mich über unsere gut funktionierende Nachbarschaft und jede einzelne Feier, die wir immer wieder gemeinsam mit unseren Nachbarn in toller Runde und mit viel Spaß genießen“.

Gehört traditionell dazu…

Nach der Arbeit darf man auch mal feiern….

…oder die alten Zeiten in Erinnerung rufen.

Nach getaner Arbeit wurden noch viele interessante und amüsante Geschichten aus der älteren Vergangenheit der Siedlung erzählt und dabei manch verstorbener Siedler mit seinen Späßen und Anekdoten wieder in Erinnerung gerufen. Das freut unsere Jungschützenkönigin Lea Dieminger ganz besonders: „Ich finde es total spannend und interessant, was die früher hier alles in der Siedlung angestellt haben und auch anstellen konnten, ohne dass Polizei, Rechtsanwälte, Richter oder Schlichtungsstellen angerufen werden mussten. Einfach mal einen ordentlichen Anschiss kassieren, die Ohren lang gezogen bekommen, eine Entschuldigung beim „Opfer“ des Streiches aussprechen und alles war wieder gut – für beide Seiten. So gesehen stimmt ja der Spruch – früher war alles besser.“

Die Nachbarn