Zelt schmücken mit vielen Helfern

Etwas unaufgeräumt. Aber das sollte sich schnell ändern

Das Zelt wurde am Donnerstag Vormittag im Regen von Albert Fimpeler und seinem Team aufgebaut. Bei den Verantwortlichen kam dabei die bange Frage auf, „ist das ein Omen für unser Schützenfest?“ Die Vorhersagen sind durchaus durchwachsen und vor allem die beiden Königsgesellschaften machen sich Sorgen um den Marsch am Samstag mit langen Kleidern bis zum Zelt. „NEIN, wir haben gutes Wetter bestellt und daher gehen wir davon aus, dass jeder trockenen Fußes ins Zelt kommt“, so der zuversichtliche 1. Vorsitzende Christian Jasper, dessen erstes Schützenfest als Vorsitzender vor ihm liegt. Konzentriert und nur wenig nervös geht er seine Aufgaben am Donnerstag beim Zelt schmücken an. „Da bist du überall gleichzeitig gefordert und am liebsten würde man sich teilen und an verschiedenen Stellen gleichzeitig sein“, erinnert sich unser Ex-Vorsitzender Volker Dieminger, der den Donnerstag Abend als amtierender König vornehmlich damit verbringt, den ein oder anderen Wacholder unters Volk zu bringen und letzte Absprachen zum Festablauf mit seinen Ehrenherren und den Verantwortlichen zu treffen.

Der Kassierer rechnet ab

Die Altschützen, Offiziere, Vorständler, Jungschützen, Damen und zahlreiche weitere Aktive bauen derweil die Schießstände und Abgrenzungen auf, hängen Wimpelketten und Lichterketten auf oder stellen frisch geschlagene Birken als Schmuck auf. Die Damen schmücken mit Hingabe den Thron, im Zelt werden Tische und Stühle für den Damenkaffee aufgebaut und ausgerichtet. Hinter der Theke versehen einige Kohvedeler gerne den Dienst am Getränkestand, während Familie Melles – wie seit vielen Jahren – für das leibliche Wohl mit Bratwürstchen und anderen Grillspezialitäten sorgt.

Unser Kassierer Christian Becks rechnet mit den Kassierern die Hauskassierung ab und muss auch so manche Rechnung begleichen (eine Tätigkeit, die nicht gerade Freudentränen in sein Gesicht zaubert). Markus Reiker spendiert den fleißigen Helfern, wie jedes Jahr eine hochvolle Sackkarre mit Bier, die beiden Königinnen Lea und Marlies Dieminger schenken mit ihren Ehrendamen selbstgemachte Liköre und Schnäpse aus und so nimmt der Abend einen ebenso erfolgreichen wie fröhlichen Verlauf.

Fleißiger Feger

„Die Helfer wissen, wofür sie verantwortlich sind und was sie tun müssen, das hat sich über die Jahre perfekt eingespielt, so das man als Verantwortlicher das Treiben entspannt verfolgen kann und sich darüber freut, dass eine Hand der anderen hilft“, ist Kommandeur Björn Strietholt voll des Lobes für die vielen Helfer. „Die Altschützen sind nicht nur  beim Feiern aktiv, man kann sich beim Aufbauen blind auf sie verlassen“, ergänzt Björn und nickt einem vorbeieilenden Helfer aufmunternd und anerkennend zu.

Nach der Arbeit darfst Du ruhen

Nachdem die Arbeit erledigt ist, stärken sich die Beteiligten dann ausgiebig am Grill- und auch am Getränkestand. Dabei darf es dann auch schon mal etwas später werden. Schließlich ist dies der noch komplett entspannte Auftakt in einen 4 tägigen Feiermarathon, der dann am Montag Nachmittag in der Vereinsgaststätte Mölleck seinen schmackhaften und traditionellen Abschluss finden wird.

Der kluge Mann baut vor und markiert sein Rad deutlich

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Frisch – Frischer – Kindertüten

Wie seit unvordenklichen Zeiten traf sich das bewährte Team um Willi und Monika Melles, um auch für 2019 wieder knapp 200 Süßigkeiten-Tüten für die Kinder der Mitglieder zu packen. Mit Monika und Helmut Wensing, Renate und Heinz Schumann sowie Margret Wewerink ist ein Team zusammengewachsen, das nicht nur routiniert die Tüten packt und für eine gleichmäßige und gerechte Verteilung sorgt, sondern auch immer wieder mit neuen Dingen die heiß begehrten Tüten füllt. „Wir machen das immer erst kurz vor dem Fest, damit die Süßigkeiten frisch sind und gut schmecken“, so Helmut Wensing, der die Tüte in seiner Hand fachmännisch mit weiteren Leckereien bestückt.

Routiniert, flei0ig und mit Unterstützung durch unseren 1. Vorsitzenden Christian Jasper, das Süßigkeiten-Team

„Am Sonntag werden einem die Tüten förmlich aus den Händen gerissen“, so Monika Melles zum Ablauf des Sonntags und Renate Schumann ergänzt: „Es macht immer wieder Spaß die Tüten zu packen, wenn sie einen derartigen Zuspruch finden.“

Der Tisch biegt sich fast unter der Last des Süßen

Aber nicht nur die Süßigkeitentüten wollen gepackt werden. Auch für rd. 2000 Trostpreise für die Tombola zeichnen die Paare verantwortlich. „Es ist einfach klasse, keine Nieten mehr auf dem Festplatz zu finden, die Kinder sammeln die Nieten mit Begeisterung und tauschen die an unserem Stand gegen Süßigkeiten ein“, berichtet Willi Melles, der an den Schützenfest-Sonntagen für den Standaufbau und die Standbetreuung zuständig ist. Dabei kann er wunderbar auf die kleinen Kunden eingehen und schafft es immer wieder, mit den Kids ins Gespräch zu kommen. In diesem Jahr wurde das Team von unserem 1. Vorsitzenden Christian Jasper unterstützt, der dafür auch den ein oder anderen Tropfen verköstigen durfte. NEIN! Natürlich keine Süßigkeiten – die sind für die Kids. „Damit ein Schützenfest reibungslos abläuft und sich unsere Gäste wohlfühlen, ist viel Arbeit erforderlich. Arbeit, die teilweise im Stillen und Verborgenen erfolgt. Das Packen der Süßigkeiten ist so eine Tätigkeit und ich danke dem Team von ganzem Herzen für ihren unermüdlichen Einsatz.“ so Christian Jasper am Ende eines schönen Abends.

Ein schönes Bild und begehrte Tüten

Nachbarschaft Hanninghof bindet Kranz für Königspaar

In der Nachbarschaft unseres Königs ist es noch gelebte Tradition, dass sich die Nachbarn zusammenfinden, um bei Hochzeiten, Silber- Gold- und weiteren Ehrenhochzeiten, aber auch bei einem amtierenden Schützenkönig einen Kranz zu binden und geschmückt mit zahllosen Rosen zum Ehrentag vor der Eingangstür des Jubilars oder Königs/Königin aufzuhängen.

So traf sich die Nachbarschaft unseres Königspaares Volker und Marlies Dieminger am Wochenende um einen insgesamt 10 Meter langen Kranz aus frischem Grün zu binden, der am kommenden Samstag von den Nachbarn vor der Tür des Königspaares aufgehangen wird.

Klare Aufgabenteilung. Schneiden…

und Binden ist in den Händen der Männer…

Die Rollenverteilung ist bei dieser Traditionsveranstaltung wie seit ewigen Zeiten klar geregelt. Die Männer schneiden das Grün, legen es zu kleinen Sträußen zusammen und übergeben es an Siegfried Kind, der zusammen mit seinem Sohn Oliver geschickt und mit viel Erfahrung den Kranz auf ein Seil drapiert. Die Frauen hingegen sitzen meist in einem anderen Raum und fertigen die Rosen. Aber nicht einfach so….sondern nach alt überlieferten Skizzen. 15 cm grün und 35 cm weiß werden benötigt, um aus ein wenig Krepp-Papier eine ansprechende Rose zu zaubern.

nach klaren Regeln wird hier gewerkelt.

In der Nachbarschaft geht nichts ohne Plan.

Natürlich klappt das alles nur, wenn das Königspaar auch ausreichend für die körperliche Leistungsfähigkeit vorgesorgt hat. Neben zahlreichen Eiern, Käse und Salami (war schon immer so) sorgt auch die bei der Königin so beliebte „Bratwurstimbrötchen“ für die richtige Grundlage, damit die Arbeiten gut von der Hand gehen. Und zum Nachspülen muss natürlich auch ein klein wenig zur Verfügung stehen. „Neben dem Binden des Kranzes und der Anfertigung der Rosen, die für einen wunderschönen Eingangsbereich sorgen, ist natürlich die Geselligkeit und der Frohsinn an diesem Abend das Besondere“, freut sich Volker Dieminger über die zahlreichen Beteiligten und die lockere und fröhliche Runde. Und seine Ehefrau und Königin ergänzt: „Ich freue mich über unsere gut funktionierende Nachbarschaft und jede einzelne Feier, die wir immer wieder gemeinsam mit unseren Nachbarn in toller Runde und mit viel Spaß genießen“.

Gehört traditionell dazu…

Nach der Arbeit darf man auch mal feiern….

…oder die alten Zeiten in Erinnerung rufen.

Nach getaner Arbeit wurden noch viele interessante und amüsante Geschichten aus der älteren Vergangenheit der Siedlung erzählt und dabei manch verstorbener Siedler mit seinen Späßen und Anekdoten wieder in Erinnerung gerufen. Das freut unsere Jungschützenkönigin Lea Dieminger ganz besonders: „Ich finde es total spannend und interessant, was die früher hier alles in der Siedlung angestellt haben und auch anstellen konnten, ohne dass Polizei, Rechtsanwälte, Richter oder Schlichtungsstellen angerufen werden mussten. Einfach mal einen ordentlichen Anschiss kassieren, die Ohren lang gezogen bekommen, eine Entschuldigung beim „Opfer“ des Streiches aussprechen und alles war wieder gut – für beide Seiten. So gesehen stimmt ja der Spruch – früher war alles besser.“

Die Nachbarn

Fahne an der Kirche aufgezogen

Mit dem Hissen der Vereinsfahne an der Kirche St. Joseph beginnt die letzte Woche vor dem Schützenfest. Sobald die Fahne neben der Kirchenfahne im Wind weht, ist es für jeden auch optisch erkennbar: Kohvedel feiert sein Schützenfest. Erfreut nehmen die Kohvedeler zur Kenntnis, dass Diakon Robert Schüttert jedes Jahr an dieser Zeremonie teilnimmt und sich jeweils Zeit nimmt, um mit vielen Schützinnen und Schützen ins Gespräch zu kommen.

nicht gerade ein leichtes Unterfangen

Das Hissen der Fahne vor der Kirche geht auf eine Initiative unseres Offiziers Martin Wewerink zurück, der vor Jahren diese Aktion mit der Kirche abgesprochen und ins Leben gerufen hat. „Anfangs wurde der Termin genutzt, um auch eine Kontrolle der Schützenuniformen und Ausrüstungsgegenstände vorzunehmen“, erinnert sich Vorsitzender Christian Jasper, „doch scheinbar gab es eine Woche vor dem Fest noch zahlreiche ungeklärte Kleidungsfragen, so dass die Kandidaten aus den daraufhin angeordneten „Strafliegestützt“ gar nicht mehr herauskamen. Von daher haben wir die Kontrolle auf das Festwochenende verlegt“ schmunzelt er mit einem Augenzwinkern.

aber Hermi bleibt immer bester Laune.

Das es neben der schweißtreibenden Arbeit (kein Scherz – und ein großes Dankeschön an Hermie Fauler) auch das ein oder andere kühle Getränk gibt, versteht sich von selbst. Und natürlich fanden auch einige Schützinnen und Schützen begleitet von König Volker und seiner Königin Marlies anschließend den Weg in unsere Vereinsgaststätte Mölleck zu Elke und Hansi. Der Count Down läuft….

Zahlreiche Teilnehmer trotz des Juiläums bei der TSG

Über 300 Rosen in Rekordzeit

Angeregte Gespräche, viel Spaß und Freude prägten den Abend.

Wie in jedem Jahr kurz vor dem Schützenfest trafen sich auch an diesem Wochenende die Jungschützen des Schützenvereins Kohvedel, um neben der Anfertigung von zahlreichen Rosen für den Zeltschmuck vor allem auch ein paar gesellige Stunden miteinander zu verleben. Und so wurde auch nicht lange gefackelt, als die Truppe am späten Nachmittag bei ihrer Jungschützenkönigin Lea Dieminger und ihrem König Philipp Schieve eintrafen. Gemeinsam mit den Ehrenpaaren des Jungschützenthrons Sabrina Mensmann und Dominik Schieve sowie Jana Sandkühler und Chris Hommer ging es mit allen Jungschützen In der zur Festscheune umgestalteten Garage sofort fleißig ans Werk. Unter Einsatz schweren Geräts (mehrere Akku-Schrauber) konnten die über 300 Rosen in gemeinsamer Arbeit in Windeseile fertig gestellt werden.

viele Hände..schnelles Ende

…und zack….alles fertig

Anschließend wurde daraufhin der Garten in Beschlag genommen und für diverse Spiele und ja – auch Trinkspielchen – eingesetzt. Fröhlich und entspannt ging es in einen lustigen und kurzweiligen Abend und so manch eine kühne Idee fürs Schützenfest wurde geschmiedet und einige der Ideen aus dem vergangenen Jahr auch in die Tat umgesetzt, so wie die gefürchtete Bierschaukel, bei der kaum ein T-Shirt trocken bleibt.

Besetzung des Vorgartens

Selbst der Seniorenkönig Volker, der am späten Abend mit seiner lieben Königin Marlies (dies ist ein Insider, für alle die regelmäßig DZ lesen und Andreas Feldmanns Kommentare kennen) zu der Truppe stieß, brauchte rd. 5 Minuten um ein Glas Bier halbwegs unfallfrei leeren zu können und das trotz der Anfeuerung durch sein Ehrenpaar Martina Gotteswinter und Andreas Feldmann.

Er konnte die Bierschaukel anscheinend deutlich besser, als der Seniorenkönig.

Dank des wunderbaren Wetters hatten die Jungschützen bis in die frühen Morgenstunden eine Menge Spaß an lustigen Spielen, angeregten Gesprächen, Unterhaltung, Abwechselung, aber auch dem ein oder anderen kalten Getränk.

Ein klein wenig traditioneller Wettkampf war auch dabei.