Die Sebastianglocke

Durch die immer stärkere Besiedlung der Dülmener Randgebiete entstand bereits kurz nach dem Kriege die Frage nach einem eigenen Gotteshaus. Aber erst im Oktober 1960 erteilte das Bischöfliche Generalvikariat der Pfarrgemeine St. Viktor die Genehmigung, den Bau einer neuen Kirche im nordwestlichen Stadtgebiet zu errichten. Die Grundsteinlegung erfolgte am 8. Mai 1962. Am 15. Februar 1964 wurde die neue Gemeinde, benannt nach dem Heiligen Joseph fertig gestellt. Am 01.05.1964 war die Konsekration der Josephkirche.

St. Joseph Kirche

Schon in der Bauphase bekannte sich der Schützenverein Kohvedel zur neuen Pfarrkirche. Überlegungen und Wünsche der Mitglieder führten zu dem Entschluss, eine Glocke für das neue Gotteshaus zu stiften. Auf dem Frühschoppen des Schützenfestes im Jahr 1963 wurde bereits für eine Glocke für die noch im Bau befindliche Josephkirche gesammelt. Dabei wurde ein Betrag von 123,50 DM erzielt und dem Mitglied Pfarrdechant Dümpelmann ausgehändigt. Zur vorgerückten Stunde erklärte Exkönig Willi Kind, wenn es sein müsse, bezahlten wir die ganze Glocke, denn es handele sich um eine Kirche für das Kohvedel. Als der Neubau in seine Endphase getreten war, wurde Willi Kind an seine beim Schützenfest abgegebene Erklärung erinnert. Mit großem persönlichen Einsatz und viel Ausdauer und Elan setzten sich nun Willi Kind und Josef Grevelhörster in ihrem Amt als als Hauskassierer in Tätigkeit, und besuchten jedes Mitglied im Kohvedel. Dank ihres unermüdlichen Einsatzes konnte der damalige Vorsitzende des Schützenvereins Anton Bennemann, im Rahmen einer Feierstunde den Betrag von 2875,- DM an Vikar Tewes, den späteren Pfarrer von St. Joseph, überreichen.

Die St. Sebastian Glocke von St. Joseph

Beim Guss der 330 kg schweren Glocke in Gescher in der Gießerei Petit und Edelbrock, war während der Hauptarbeit am 21. Januar 1964 eine Abordnung von Kohvedel anwesend. Als Inschrift wählte man den Schriftzug „Alles meinem Gott zu Ehren“. In Anbetracht der Tatsache, das St. Sebastian der Schutzpatron unseres Vereins ist, verlieh man der Glocke diesen Namen. Gleichzeitig wurden auf der Bronzeoberfläche die Insignien Kuhkopf und Hirtenhorn verewigt. Weiter gravierte der Glockengießer zur Erinnerung die Inschrift „Gestiftet vom Schützenverein Kohvedel 1964“ in den Mantel der neuen Glocke ein.

Zur Weihe konnten im Turm der Josephkirche zwei große Glocken geläutet werden, einmal die Sebastian- Glocke ( H-Glocke ) und die Marien-Glocke ( A-Glocke ).

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