Nachbarschaft Hanninghof bindet Kranz für Königspaar

In der Nachbarschaft unseres Königs ist es noch gelebte Tradition, dass sich die Nachbarn zusammenfinden, um bei Hochzeiten, Silber- Gold- und weiteren Ehrenhochzeiten, aber auch bei einem amtierenden Schützenkönig einen Kranz zu binden und geschmückt mit zahllosen Rosen zum Ehrentag vor der Eingangstür des Jubilars oder Königs/Königin aufzuhängen.

So traf sich die Nachbarschaft unseres Königspaares Volker und Marlies Dieminger am Wochenende um einen insgesamt 10 Meter langen Kranz aus frischem Grün zu binden, der am kommenden Samstag von den Nachbarn vor der Tür des Königspaares aufgehangen wird.

Klare Aufgabenteilung. Schneiden…

und Binden ist in den Händen der Männer…

Die Rollenverteilung ist bei dieser Traditionsveranstaltung wie seit ewigen Zeiten klar geregelt. Die Männer schneiden das Grün, legen es zu kleinen Sträußen zusammen und übergeben es an Siegfried Kind, der zusammen mit seinem Sohn Oliver geschickt und mit viel Erfahrung den Kranz auf ein Seil drapiert. Die Frauen hingegen sitzen meist in einem anderen Raum und fertigen die Rosen. Aber nicht einfach so….sondern nach alt überlieferten Skizzen. 15 cm grün und 35 cm weiß werden benötigt, um aus ein wenig Krepp-Papier eine ansprechende Rose zu zaubern.

nach klaren Regeln wird hier gewerkelt.

In der Nachbarschaft geht nichts ohne Plan.

Natürlich klappt das alles nur, wenn das Königspaar auch ausreichend für die körperliche Leistungsfähigkeit vorgesorgt hat. Neben zahlreichen Eiern, Käse und Salami (war schon immer so) sorgt auch die bei der Königin so beliebte „Bratwurstimbrötchen“ für die richtige Grundlage, damit die Arbeiten gut von der Hand gehen. Und zum Nachspülen muss natürlich auch ein klein wenig zur Verfügung stehen. „Neben dem Binden des Kranzes und der Anfertigung der Rosen, die für einen wunderschönen Eingangsbereich sorgen, ist natürlich die Geselligkeit und der Frohsinn an diesem Abend das Besondere“, freut sich Volker Dieminger über die zahlreichen Beteiligten und die lockere und fröhliche Runde. Und seine Ehefrau und Königin ergänzt: „Ich freue mich über unsere gut funktionierende Nachbarschaft und jede einzelne Feier, die wir immer wieder gemeinsam mit unseren Nachbarn in toller Runde und mit viel Spaß genießen“.

Gehört traditionell dazu…

Nach der Arbeit darf man auch mal feiern….

…oder die alten Zeiten in Erinnerung rufen.

Nach getaner Arbeit wurden noch viele interessante und amüsante Geschichten aus der älteren Vergangenheit der Siedlung erzählt und dabei manch verstorbener Siedler mit seinen Späßen und Anekdoten wieder in Erinnerung gerufen. Das freut unsere Jungschützenkönigin Lea Dieminger ganz besonders: „Ich finde es total spannend und interessant, was die früher hier alles in der Siedlung angestellt haben und auch anstellen konnten, ohne dass Polizei, Rechtsanwälte, Richter oder Schlichtungsstellen angerufen werden mussten. Einfach mal einen ordentlichen Anschiss kassieren, die Ohren lang gezogen bekommen, eine Entschuldigung beim „Opfer“ des Streiches aussprechen und alles war wieder gut – für beide Seiten. So gesehen stimmt ja der Spruch – früher war alles besser.“

Die Nachbarn

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